Neues und auch Altes aus meinem Leben als Nives
Ich erzähle dir von dem, was mich bewegt
Was mich erregt und unentwegt
Berührt, zerlegt, sich wie ein Mantel um mich legt
Und erwarte, dass du dich zeigst
In irgendeiner Art und Weise,
Laut oder leise
Doch du schweigst

„Sag was“ - brülle ich in mir drin
„Feigling“, weil du vor mir davonzulaufen scheinst
Vor dem, wer ich gerade vor dir bin
Das ist dir vielleicht zu viel,
Zu traurig, zu wütend, nicht dein Stil

Kann nicht sehen, wie du das meinst
Mir wär so viel lieber, dass du jetzt weinst
Damit ich nicht alleine
Weine, aber Tränen sind da keine
Weil sie in meinem Hals stecken
Oder sich verstecken
Damit ich äusserlich so scheine
Als wäre alles gut
Es ist ja äusserlich nur Wut

Keine Spur von Trauer
Nur eine grosse Mauer
Zwischen dir
Und mir

Fühl mich verlassen,
und kann
Dich nicht fassen
Bin ausser mir und will dich verstehen,
Damit du vielleicht dann
Nach mir greifst, dich mir zu neigst
Doch du lässt mich stehen- und schweigst